Ohne Dich

Ich kann es noch gar nicht fassen, dass du nicht mehr da bist. Du warst mein Schatten, meine Leben, mein Trost. Ich habe mein Gesicht in dein weiches Fell gedrückt – Ein letztes Mal

Und plötzlich ist alles so leer. Nicht mehr das Schleifen deiner alt gewordenen Füße; nicht mehr das Jammern um dein Essen; nicht mehr das ständige hinter mir Stehen; nicht mehr das Aufpassen müssen, dir auf deine alten Füße zu treten;
nicht mehr die Freude wenn ich nach Hause komme; nie mehr sich niederbücken und deinen kleinen Kopf in die Hand nehmen und sagen: “Hallo, da bin ich”.

Gestern habe ich Dir noch gesagt, es wird alles gut, ich bin da, hab keine Angst. Heute bist du allein – ohne mich. Ich weiß nicht, wo du nun wirklich bist. Ich habe dir versprochen, dich bis in den Himmel zu tragen und nun ging das nicht. Wie wirst du zu recht kommen ohne mich – du ohne mich und ich ohne dich.

Du hast mir so viel gegeben., an Liebe, an Vertrauen, an Glück, an Mut, an Hoffnung. Da war so viel Freude in mir. Da war so viel Erkenntnis in mir. so viel Licht , so viel Sonne und kaum Schatten.

Durch dich.

Nun bin ich allein – Das Herz schwer, der Kopf leer; schwerer, steiniger Weg. Ich nehme meinen Rucksack auf die Schulter und weiß – ich muss weitergehen – ohne dich. Noch einmal schaue ich mich um, Etwas wirst du immer zurücklassen. Doch das Leben wird weiter gehen, denn es läuft nicht rückwärts und verweilt nicht beim Gestern.

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