Pflegestelle werden

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Gipsy in der Tötung

Sie können einem Notspitz helfen, wenn Sie ihn in Pflege nehmen. Was bedeutet das?

Die Pflegestelle ist eines der wichtigsten  Glieder  bei der Rettung eines Hundes. Sie ist die Mitte, das Herzstück, welches einem  verlassenen, weggeworfenen und nicht gewollten Hund ein Stück Vertrauen und Liebe  zurück gibt. Wenn er dann seine neue Familie gefunden hat, muss sie ihn weiterziehen lassen, auch wenn es ihr meist sehr schwer fällt. Eine Pflegestelle tut das, weil sie weiß, irgendwo wartet der nächste verlassene Hund.

Hier wollen wir Euch nahe bringen, was es bedeutet, eine Pflegestelle zu sein, was sie von uns erwarten kann und was wir von ihr erwarten.

Je nachdem ob es ein Spitz aus dem Ausland oder ein deutscher Notfall ist, können wir oft über den tatsächlichen Charakter nicht viel sagen. Ein Auslandshund, der sich in einer Tötung befindet, ist immer in einem  psychischen Ausnahmezustand.  Manche Hunde haben negative Erfahrungen mit Menschen und auch mit anderen Hunden machen müssen.  Manche  fristen ein Leben an der Kette oder werden auf der Straße eingefangen.

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Leia,,kleine Pomeranienhündin, wurde in der Tötung entsorgt, weil sie krank war und alt

Bei einem Hund aus dem Ausland sollte die Pflegestelle sich darüber im Klaren sein, dass er evtl. ein Leben im Haus und in der Familie nicht kennt. Manchmal erfordert es auch, dass er  Stubenreinheit noch lernen muss.  Manche haben mit Treppen Probleme, weil sie diese nicht hoch gehen durften oder weil sie Treppenlaufen nicht kennen.  Auch die Leinenführigkeit muss evtl. geübt werden.

Unsere Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass gerade die Auslandshunde meist sehr gut sozialisiert sind. In der Regel  fügen sie sich sehr schnell in die neue Situation ein und möchten einfach alles richtig machen. Ist ein Hund  jedoch durch schlechte Erfahrungen geprägt oder kennt das Hausleben nicht, braucht es Geduld, Beobachtungsvermögen und immer wieder Verständnis für das ganz besondere Schicksal des jeweiligen Hundes.

 

Solltest Du Dich mit dem Gedanken tragen, Pflegestelle zu werden, bitten wir Dich, über folgendes nachzudenken.

Habe ich genügend Durchhalteevermögen, wenn es anfängliche Probleme gibt.
Habe ich die Möglichkeit den Hund evtl. zu separieren, wenn Schwierigkeiten auftreten oder wenn ich außer Haus bin
Wenn es ein Angsthund ist, kann ich ihm die nötige Zeit lassen, Vertrauen zu fassen, gibt es im Haus für ihn Rückzugsmöglichkeiten.
Bin ich in der Lage, den Hund erst mal in Ruhe ankommen zu lassen, zu beobachten wie er sich verhält und seinem Wesen entsprechend auf ihn einzugehen.

Ist meine ganze Familie mit dem neuen Gast einverstanden.
Kann ich die Futterkosten übernehmen
Kann ich den Hund am Tag des Transportes entgegennehmen. Bin ich bereit, dafür ein paar Kilometer zu fahren – auch in der Nacht.
In vielen Fällen braucht der Hund noch eine tierärztliche Versorgung, Zähne, Ohren, manchmal auch Durchfall und Husten durch den Stress der Fahrt und manchmal sogar eine Kastration, wenn diese in Ungarn aus Zeit- oder gesundheitlichen Gründen nicht möglich war erfordern notwendige Tierarztbesuche. Bitte denken Sie darüber nach, ob Sie diese Aufgabe übernehmen können.
Kann ich dem Hund regelmäßig Auslauf bieten.
Bin ich bereit, ihm eine liebevolle Grunderziehung zukommen zu lassen
Wenn Du auf Miete wohnst, kläre mit dem Vermieter ab, ob dieser einverstanden ist und lasse es Dir schriftlich geben.

Sicherung des Hundes
Wir klären in einem extra Schreiben darüber auf, wie man unsere Hunde sichern muss. Eine doppelte Sicherung mit Sicherheitsgeschirr und Halsband ist vor allem bei Angsthunden ein unbedingtes MUSS.
Es ist auch darauf zu achten, dass alle Türen am Anfang so geschlossen sind, dass der Hund nicht ausbrechen kann.
Bin ich bereit dies zu beherzigen und anzunehmen

Was Du von uns erwarten kannst.

Bei Fragen sind wir immer für dich ansprechbar. Eine gute Zusammenarbeit zwischen uns und der Pflegestelle, ein gegenseitiges Verständnis und eine Vermittlung des Hundes in gegenseitiger Absprache ist sehr wichtig.

Über die Futterkosten hinaus hast Du keine weiteren finanziellen Verpflichtungen. Der Hund ist über den Verein haftpflichtversichert und die Kosten für evtl. nötige Tierarztbesuche trägt der Verein.

Für die Vermittlung des Hundes brauchen wir immer auch Deine Hilfe. So ist es wichtig, dass wir gute Bilder und eine  Charakterbeschreibung des Hundes bekommen.
In unserem Forum haben wir die Möglichkeit ein Pflegestellentagebuch zu führen, wo Interessierte  lesen können, wie der Hund sich entwickelt.

Der Zeitraum, in dem der Hund bei der Pflegestelle bleibt, ist nicht überschaubar. Manche sind schnell vermittelt, manche bleiben länger. Wichtig ist nicht eine turboschnelle Vermittlung, sondern ein guter Endplatz, bzw. Familie, in die der Hund mit seinem Wesen rein passt und für immer bleiben kann.

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Dich als Pflegestelle bei den Notspitzen begrüßen dürften.
Bitte schreibe eine email an info@notspitze.de